Utila, a dive paradise!

Wir sind jetzt Taucher! 

Nach 4 Tagen hartem Training auf Utila, eine der drei Inseln, die zu den Bay Islands von Honduras gehört, haben wir jetzt endlich unser Open Water-Zertifikat in der Tasche. Jedem, der günstig, in kristallklarem Wasser seinen Tauchschein machen will, kann ich Utila nur ans Herz legen. Nirgendwo anders auf der Welt sind die Tauchschulen so preiswert und gleichzeitig so professionell.

Unsere kleine Tauchgruppe bestand aus Team Germany mit Konstantin und mir sowie Team Norway mit Thomas, Simon und einem anderen norwegischen Typen, dessen Namen viel zu kompliziert war, um ihn zu merken. Irgendwas mit G. Unser amüsantes Instructor-Team bestand neben viel Lebensfreude und Humor aus Sam aus der U.K., Nova aus Kanada, Magnus aus Schweden und Stephan aus good old Hamburg. 

Morgens standen jeweils Theorie und kleine Tests auf dem Programm – Mittags und Nachmittags Skill-Training und Tauchen. Den ersten Tag hatte ich noch stark mit einer Magenverstimmung zu kämpfen, sodass der Beginn sehr kräftezehrend und unangenehm für mich war. Aber das erste mal selbstständig unter Wasser zu atmen, vergisst man wohl nie. Was die Tage folgte, war neben dem eigentlichen Tauchtraining, die Vorbereitung auf Extrem- bzw. Ausfallsituationen, die unter Wasser auftreten können. Alles maximal lästig – ich habe einige Übungen wirklich verflucht. Es fängt bei Out-of-Air-Situationen an, Maske fluten, funktionsunfähigem Luft-Regulator bis hin zu Notaufstiegen usw. Am letzten Tag stand dann fast ausschließlich nur noch reines Tauchen auf dem Programm. Ein unglaubliches Gefühl! Dafür hat sich der ganze Stress beim Training wirklich gelohnt! Das Examen haben wir natürlich beide mit 100% bestanden. Versteht sich ja von selbst.

Und was sieht man alles für Getier da unten? Es gibt in diesen Gewässern natürlich einen großen Star in der Manege. Der Ferrari unter den Fischen und gleichzeitig der größte Fisch unserer Erde: Der Walhai. Bis zu 20m lang und völlig ungefährlich. Generell wird auf Utila mit den Walhaien nicht getaucht, sondern ausschließlich geschnorchelt. Vereinzelnd gibt es Haie, zum Beispiel Nurse Sharks. Ansonsten stellen sich noch jede Menge Stachelrochen, Adlerrochen, Papageifische, Muränen, eine intakte, farbenprächtige Korallenwelt, Kofferfische, Pufferfische, unzählige Rotfeuerfische (Giftig!) sowie einige Schildkröten und Delphine mit aufs Podium.

Nach den Tauchgängen waren alle erschöpft, aber glücklich. Als Belohnung gab es am Ende eines jeden Tages noch ein kühles Bier auf dem Dock mit Panaromasonnenuntergang inklusive. 

Utila selbst, 11km lang und 4 km breit, ist eine entspannte, etwas andere Karibikinsel. Komplett ausgelegt auf das Tauch-Business und ein Backpacker-Mekka für Tauchbegeisterte, ist gefühlt jedes dritte Gebäude eine Tauchschule. Die Bay Islands liegen im Belize Barrier Reef, dem zweitgrößten Barriereriff nach dem Great Barrier Reef in Australien. Die Insel ist quasi die Kinderstube einer karibischen Insel – Unaufgeregt schön, aber entspricht nicht einer karibischen Trauminsel im Hochglanzmagazin. Das ist auch gut so. Sie hat ihren ganz eigenen Charme mit Einwohnern, die ihre ganz eigene Sprache sprechen: Einem Mix aus karibischen Slang, Englisch und Spanisch. Was auch hier wieder auffällt und ein schlicht generelles Problem in Mittelamerika ist: Die Menschen hier sind dick bis fett bis gefräßig. Gerade bei den Ladies und Kids scheint XXL richtig im Trend zu liegen. Übrigens sind wir hier jetzt ENDLICH mal dazu gekommen unsere Wäsche zu waschen! Das hat ein netter Insel-Greis für uns übernommen, indem er seine Garage kurzerhand zum Waschsalon umfunktioniert hat. 

Morgen geht’s vom Ozean in den Dschungel Honduras. Wir gehen für 5 Tage auf eine Expedition durch La Moskitia, einer Gegend im Osten von Honduras, welche die größte Regenwald-Fläche oberhalb vom Amazonas einnimmt, fern ab von jeglichem Tourismus und mit jeder Menge abgeschiedenen, indigenen Völkern und Communities, Dschungel und…Jaguaren! Miau!

“La Mosquitia is so far off the beaten track that there isn’t even a track to beat!”

Wir sind gespannt!

PS: Wie ist das Wetter eigentlich so in Deutschland? 🙂 

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